Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien

1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs

HOSI Wien zu homophoben Demo-Vorfällen

Die Regenbogenfahne ist das Symbol der LGBTIQ-Bewegung. Sie symbolisiert die Hoffnung auf eine vielfältige Welt ohne Hass und Diskriminierung gegen LGBTIQ-Menschen.

Gestern wurden im Rahmen einer Demonstration von selbsternannten „Querdenkern“ gegen die bestehenden Corona-Maßnahmen am Wiener Karlsplatz homophobe Parolen laut. Neben unsäglichen Aussagen, die die Bewegung der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, transgender, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (kurz: LGBTIQ) mit Pädophilen gleichsetzte, wurde auch eine Regenbogenfahne öffentlich auf der Bühne zerrissen.

„Die Gleichsetzung der LGBTIQ-Bewegung mit Pädophilie ist eine alte und haltlose Unterstellung unserer politischen Gegner*innen. Dadurch soll die Angst geschürt werden und billig politisches Kapital geschlagen werden. LGBTIQ-Menschen, sind genauso viel oder wenig pädophil wie heterosexuelle Menschen auch. Den Straftatbestand der Verhetzung sehen wir mit dieser böswilligen Verleumdung als erfüllt und erwarten ein konsequentes Durchgreifen der zuständigen Behörden“, so Ann-Sophie Otte, Obfrau der HOSI Wien.

Und weiter erklärt sie: „Das Zerreißen der Regenbogenfahne ist ein symbolischer Akt, der sich eindeutig gegen uns und gegen eine Gesellschaft stellt, die für Menschenrechte, Respekt, Akzeptanz und Gleichberechtigung steht. Wir können und wollen solche Taten in unserer Stadt nicht akzeptieren. Gleichzeitig sollte man die Verhältnisse nicht aus den Augen verlieren: Die Demo der sogenannten ‚Querdenker‘ hatte ca. 1.000 Teilnehmer*innen. Zur Regenbogenparade kamen letztes Jahr 500.000, sie war die größte Demonstration in der österreichischen Geschichte. So unsäglich die Aussagen am Samstag auch waren: So wichtig sind diese Leute nicht.“

Wir setzen deshalb ein Zeichen gegen Hass & Hetze und für ein offenes Österreich!

Als Reaktion auf die gestrigen Vorfälle rufen wir für morgen (7.9.) 19:00 Uhr zur Kundgebung „Dem Hass keinen Platz“ am Platz der Menschrechte auf.

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