Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien

1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs

HOSI Wien fordert „Eingetragene PartnerInnenschaft“ nach skandinavischem Modell

Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien nimmt den aktuellen Streit über die rechtliche Besserstellung von Lebensgemeinschaften zum Anlaß, auf ihre Forderung nach Einführung der „Eingetragenen PartnerInnenschaft“, wie sie in Dänemark nunmehr seit einem Jahrzehnt (!) und in Norwegen, Schweden und Island auch seit mehreren Jahren besteht, hinzuweisen. Die Eingetragene PartnerInnenschaft ist das Äquivalent zur Ehe – mit fast allen Rechten und Pflichten wie für diese – für gleichgeschlechtliche Paare (sie gilt nicht für Heterosexuelle).

„Die rechtliche Absicherung von PartnerInnenschaften von Lesben und Schwulen ist im Sinne der Gleichstellung und Menschenrechte ein zentraler Punkt unserer Forderungen“, erklärt dazu HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. „Für uns ist die Eingetragene PartnerInnenschaft aber die einzige akzeptable Lösung. Grundsätzlich begrüßen wir den Vorstoß der SPÖ, die Rechte und Pflichten der Lebensgemeinschaft bei gleichzeitiger Ausweitung auf gleichgeschlechtliche LebensgefährtInnen zu verbessern. Davon würden auch viele Lesben und Schwule, die keine Eingetragene PartnerInnenschaft anstreben, profitieren.

Trotzdem ist der Vorschlag der SPÖ für uns in dieser Form nicht befriedigend. Die Lebensgemeinschaft wird auch in einer verbesserten Form nicht dieselben Rechte und Pflichten wie die Ehe umfassen, daher würden Lesben und Schwule weiterhin in ihren Wahlmöglichkeiten diskriminiert und müßten sich mit einer rechtlichen Lebensform zweiter Klasse zufriedengeben.

Tritt man ehrlich für Gleichberechtigung ein, darf das Modell der Eingetragenen PartnerInnenschaft nicht abgelehnt werden, zumal das skandinavische Beispiel zeigt, daß die Befürchtungen konservativer Kreise, Ehe und Familie könnten dadurch geschwächt werden, völlig unberechtigt sind und wohl auf homophoben Vorurteilen fußen. Außerdem gibt es in immer mehr Staaten Europas Bestrebungen, die Eingetragene PartnerInnenschaft einzuführen. Diesem Trend kann sich Österreich auf Dauer ohnehin nicht entziehen.“

Die detaillierten HOSI-Wien-Forderungen sowie ausführliche Hintergrundinformationen über die Eingetragene PartnerInnenschaft können vom Website www.hosiwien.at heruntergeladen werden.

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