Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien

1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs

HOSI Wien begrüßt Verbot von sogenannten „Homo-Heilern“

Wirksamer Schutz für Kinder und Jugendliche ein großer Erfolg der LGBTIQ-Bewegung

Mit dem heutigen Beschluss hat der Nationalrat sogenannten Konversionstherapien, auch als „Homo-Heiler“ bekannt, also unwissenschaftlichen und oft traumatisierenden Pseudotherapien mit dem Ziel, die sexuelle Orientierung junger Menschen zu ändern, österreichweit ein Ende gesetzt. Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien begrüßt diesen Schritt, der eine langjährige Forderung von ihr erfüllt.

„Zur Abwechslung hat endlich mal das Parlament die Initiative ergriffen und das längst überfällige Verbot musste nicht über die Gerichte erstritten werden – das erste Mal, seit 2009 die Eingetragene Partnerschaft eingeführt wurde“, sagt Moritz Yvon, Obmann der HOSI Wien. „Damit ist endlich eine Grundlage geschaffen worden, lesbische, schwule und bisexuelle Jugendliche wirksam zu schützen. Solche Praktiken haben samt ihren Vertretern im 21. Jahrhundert nichts verloren. Auch der Weltärztebund lehnt solche „Therapien“ strikt ab.“

HOSI-Wien-Obfrau Lui Fidelsberger ergänzt: „Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, LGBTIQ-Abgeordnete im Parlament zu haben: Es war der offen schwule Mario Lindner, der diesen Antrag eingebracht hat. Für die kommende Wahl erwarten wir von allen Parteien, die an der EuroPride Vienna und der Regenbogenparade teilgenommen haben, auch Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender bzw. intergeschlechtliche Menschen auf sicheren Listenplätzen zu nominieren, wie es unserem Anteil an der Bevölkerung von rund 10% entspricht.“

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