Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien

1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs

LGBTIQ*-Organisationen: ÖVP und FPÖ fahren Sexualpädagogik an die Wand

Dienstag, 2. Juli 2019
von Anna Szutt

Österreichweites Netzwerk von LGBTIQ*-Initiativen ist hochbesorgt um die psychosoziale Gesundheit von LGBTIQ*-Kindern und -Jugendlichen

Professionelle Sexualpädagogik auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen, dem Grundsatzerlass Sexualpädagogik sowie den sexuellen und reproduktiven Menschenrechten ist eine wichtige Säule der schulischen Sexualerziehung in Österreich. Gerade lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intergeschlechtliche und queere Jugendliche profitieren von Erwachsenen, die professionell und diskriminierungsfrei mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt umgehen (können). Sexualpädagogik-Workshops durch externe Fachkräfte eröffnen Räume, um tabuisierte Themen besprechbar zu machen. Genau diesen Fachkräften wollen ÖVP und FPÖ den Zugang zu Schulen verbieten. Jugendliche sollen also mit Fragen zur Sexualität zu ihren Lehrer*innen gehen – offenbar erinnern sich manche in der Politik nicht daran, wie es ist, jung zu sein.

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HOSI Wien für qualitätsvolle Sexualpädagogik – #redmadrüber  

Unmittelbar nach der EuroPride Vienna setzen ÖVP und FPÖ ihre LGBTIQ-feindliche Politik fort: Jetzt soll es ein Totalverbot für professionelle externe Sexualpädagogik an österreichischen Schulen geben. „Eine vollkommen fehlgeleitete Aktion“, meint Claudio Schön, Jugendreferent der HOSI Wien. „Anstatt einfach nur den Verein TeenSTAR auszuschließen, soll in den Schulen nun auch wissenschaftsbasierte und qualitätsvolle Sexualpädagogik verboten werden. Somit soll das Wissen um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, über eine Hintertüre anscheinend aus dem Schulunterricht verbannt werden, frei nach dem Motto: Wenn keine christlich-fundamentalistischen Inhalte gelehrt werden dürfen, dann darf es auch keine Sexualaufklärung geben. Das trifft gerade LGBTIQ-Jugendliche hart, die ohnehin schon besonders verletzlich sind und eine deutlich höhere Suizidrate haben als andere Jugendliche.“

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ÖVP stimmt 2018 gegen EuroPride und will 2019 auf ihr werben

Dienstag, 11. Juni 2019
von Anna Szutt

HOSI Wien lehnt Teilnahme der JVP Wien an der Regenbogenparade ab

Nachdem in den Medien kürzlich bekannt wurde, dass die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien einen Beitrag der JVP Wien an der EuroPride Parade / Regenbogenparade abgelehnt hat, nehmen wir dazu wie folgt Stellung:

Die Regenbogenparade ist seit 1996 eine Demonstration für die Akzeptanz und die Rechte von LGBTIQ-Personen (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, intergeschlechtliche und queere Menschen). Wir freuen uns, dass sich jedes Jahr mehr Menschen daran beteiligen und mit uns für Liebe, Respekt und Menschenrechte auf die Straße gehen. Allerdings gibt es mit ihrer zunehmenden Bedeutung – sie ist heute die größte politische Kundgebung Österreichs – auch Gruppen, die mehr von diesem Prestige angelockt sind als von der Solidarität, bei denen die eigene Profilierung im Vordergrund steht. Weiterlesen →

Videokampagne gegen neue Diskriminierungen: „Wir wollen die Ehe für alle“

Seit 1.1.2019 dürfen laut dem Verfassungsgerichtshof gleichgeschlechtliche Paare in Österreich heiraten. Jedoch beschloss das Innenministerium neue Diskriminierungenum den Zugang bestimmten Menschen zu verwehren. Gleichgeschlechtliche Paare mit nicht „richtiger“ Staatsbürgerschaft dürfen weiterhin nicht heiraten.

Was bedeutet das? Binationale gleichgeschlechtliche Paare beispielsweise, bei denen ein*e Partner*in aus einem Land kommt, in dem die Ehe (noch) nicht geöffnet ist, können in Österreich weiterhin nicht heiraten. Auch wird die Ehe österreichischer Paare, die im Ausland vor dem 1.1.2019 geheiratet haben, nicht anerkannt. Sie müssten wieder heiraten!

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Neuer Vorstand der HOSI Wien auf der 40. Generalversammlung gewählt

Montag, 13. Mai 2019
von Anna Szutt

Am vergangenen Samstag, dem 11.5.2019, fand die 40. ordentliche Generalversammlung der HOSI Wien statt. Dabei wurde der alte Vorstand großteils wiedergewählt: Die Mitglieder bestätigten Lui Fidelsberger und Moritz Yvon als Obleute, Paula Gludovatz und Markus Steup als Kassier*innen und Barbara Fröhlich als Schriftführer*in des Vereins. Neu zur Schriftführerin gewählt wurde Jasmin Wimmer, die bisherige Frauensekretärin der HOSI Wien. Der bisherige Schriftführer Michael „Mischa“ Richter stand aus Zeitgründen nicht mehr zur Verfügung und die Generalversammlung dankte ihm für seinen Einsatz. Darüber entschieden sich die Mitglieder für eine grundlegende Reform der Statuten und zur vollständigen Öffnung für Transgender und intergeschlechtliche Menschen. Sie waren schon bisher Teil der HOSI Wien, jetzt übernimmt sie auch Verantwortung als gesellschaftspolitische Interessenvertretung.

Außerdem konnte die HOSI Wien einmal mehr auf ein äußerst erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken, in dem eine Runderneuerung des Vereins angestoßen wurde und dessen Höhepunkte einmal mehr der Regenbogenball und die Regenbogenparade als Teil der Vienna Pride waren. In diesem Jahr steht die Organisation der EuroPride 2019 sowie das 40-Jahre-Jubiläum der Vereinsgründung an.