Gerd-Peter Mitterecker

Meine Geschichte mit den HOSIsters ist lang – und schnell erzählt: der klassische amerikanische Traum!

Am Anfang nur ein Handlanger hinter der Bühne und heute …

Aber der Reihe nach.

2001 war eine enge Freundin, Sonja, die Bühnenbildnerin der HOSIsters und benötigte ein wenig Unterstützung bei den Bauarbeiten für das „Haus am Eaton Place“. Ich hatte die nötige Zeit – und das nötige Fahrzeug. Eine Jungfrau/Kind-Konstellation, ich war davor handwerklich niemals auffällig geworden. Aber zwei Jahre später wurde ich bereits Chef-Bühnenbildner. Da die HOSIsters Kräfte effizient zu bündeln pflegen, war ich zugleich mein eigener Assistent.

Ein bedeutender Karrieresprung folgte 2006. Mit „Das Hosilungen-Lied oder der Ringelreihen der Nibelsisters“ ging erstmals ein Stück von mir über die Bodenfliesen, die die HOSIsters-Welt in der Novaragasse bedeuteten.

Mein nächstes Avancement war der Not geschuldet: Aus gesundheitlichen Gründen musste einer unserer Stars kurz vor der Premiere seine Rolle zurücklegen. So stand ich 2008 als Mutter des jugendlichen Helden in meinem Stück „Neandersisters“ erstmals selbst auf der Bühne.
Ohne Vorsprechen, ohne Vorsingen, ohne Vortanzen.
Durch die Hintertür ins Rampenlicht.

Und heute … blicke ich stolz auf eine ereignisreiche HOSIsters-Karriere zurück. Es ist eine (oft nicht ganz unanstrengende) Freude, Teil dieser krassen Herde zu sein.

… Träume lassen sich verwirklichen! Sollte sich also jemand im Publikum denken: „Was die nicht können, möchte ich auch nicht können!“ … nur zu, getreu dem Motto Brandhofers: „Theater ist zu wichtig, um es den Profis zu überlassen!“