Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien

1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs

Reisewarnungen

gaytravel

Es gehört zu den Privilegien unserer Zeit, dass wir die fernsten Regionen dieser Welt erkunden und fremde Kulturen kennenlernen können.

Als lesbische Europäerin/schwuler Europäer genießen wir weitestgehende rechtliche und auch gesellschaftliche Akzeptanz. Bei uns ist es heute selbstverständlich, in der Öffentlichkeit Hand-in-Hand zu gehen, Zärtlichkeiten auszutauschen oder sich zu küssen. In vielen Regionen dieser Welt ist das aber nicht so und kann sogar gefährlich werden.

Vor einer Reise in einen Staat außerhalb der Europäischen Union empfiehlt es sich daher, sich genauer über die dortige rechtliche Situation und kulturellen Gepflogenheiten zu informieren.

In typischen Touristen-Destinationen wie z. B. in Ägypten oder auf den Seychellen hat man als Lesbe oder Schwuler kaum Verfolgung zu befürchten, aber man sollte sich trotzdem bewusst sein, dass Homosexualität dort illegal ist, und bei Ausflügen in Regionen außerhalb der Tourismus-Hotspots Achtsamkeit walten lassen.

Wir haben auf dieser Seite eine Übersicht jener Staaten zusammengestellt, bei denen Vorsicht geboten ist. In diesen werden Lesben und Schwule vom Staat verfolgt.
Nicht auflisten können wir alle Länder und Regionen, in denen Homosexualität zwar legal ist, aber gesellschaftlich nicht akzeptiert. Außerdem kommt es weltweit immer wieder zu Gesetzesänderungen, die wir nicht immer sofort übernehmen können. Deswegen empfehlen wir, sich auch bei anderen Reisezielen rechtzeitig zu informieren und keine unnötigen Risiken einzugehen.

Quelle und detailliertere Informationen: ILGA

Todesstrafe

Afrika & Asien
Afghanistan3, Brunei1, Iran, Irak2, Jemen, Katar3, Nigeria (in den 12 nördlichen Bundesstaaten), Mauretanien, Pakistan3, Saudi-Arabien, Somalia (im Süden), Sudan

Gefängnis

Afrika
Ägypten, Algerien, Angola, Äthiopien, Botswana, Burundi, Eritrea, Gambia, Ghana, Guinea, Kamerun, Kenia, Komoren, Liberia, Libyen, Malawi, Marokko, Mauritius, Namibia, Nigeria (überall), Sambia, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia (überall), Südsudan, Swasiland, Tansania, Togo, Tunesien, Uganda

Asien
Bangladesch, Bhutan, Indien, Kuwait, Libanon, Malaysia, Malediven, Myanmar, Oman, Singapur, Sri Lanka, Syrien, Turkmenistan, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate

Nord- und Südamerika
Antigua & Barbuda, Barbados, Belize, Dominica, Grenada, Guyana, Jamaika, St. Kitts & Nevis, St. Lucia, St. Vincent & Grenadinen, Trinidad & Tobago

Ozeanien

Kiribati, Nauru, Papua-Neuguinea, Salomonen, Samoa, Tonga, Tuvalu

Umstrittene bzw. (teil-)autonome Gebiete
Cookinseln (Neuseeland), Gaza (Palästinensische Autonomiegebiete), Aceh und Sumatra (Indonesien)

„Propaganda-Verbot“

(Ein solches Verbot umfasst jede Bemerkung oder Information über Homosexualität, die nicht ausdrücklich negativ ist. Obwohl Homosexualität an sich in diesen Ländern legal ist.)

Afrika
Algerien, Nigeria

Europa
Russland, Ukraine

Fußnoten

1 Einführung 2016 geplant
2 gemäß Scharia, Vollstreckung durch Milizen
3 gemäß Scharia, keine Anwendung bekannt