Peer ConneXion
LESBEN und SCHWULE
kommen in die SCHULE
Das „Peers & Experts“-Projekt der HOSI Wien
und wie man/frau es einsetzt und kontaktiert.
DAS KONZEPT: Peer Education
Peer-Modelle des Lernens zu Lebensform öffnen in der Schule einen Lernraum über die LehrerIn-SchülerIn-Beziehung hinaus. In der AIDS-Präventionsarbeit schon seit den 1990er Jahren sehr bewährt, erfreut sich das Konzept, Jugendliche mit Jugendlichen reden zu lassen, allgemein zunehmender Beliebtheit.
DER START von „Peer ConneXion“
2001 kontaktierte das Jugendnetzwerk Lambda in Berlin die HOSI Wien zwecks Kooperation beim Aufbau eines europaweit vernetzten les/bi/schwulen Peer-Projekts. Diese internationale Vernetzung kam leider nicht zustande, aber die HOSI-Wien-Jugend war ab da von Peer-Konzept und Schulkontakten begeistert.
Das Gründungsteam des Projekts „Peer ConneXion“, bestehend aus je fünf Mädchen und fünf Burschen von HOSI Wien und der Organisation JUNX aus Wiener Neustadt, nahm 2003 einen speziell für sie organisierten Workshop (*) in Anspruch, in dem pädagogische Methoden und Techniken erprobt und diskutiert wurden. Ihre ersten Schulbesuche absolvierten die Peers begleitet von intensiven Vorbereitungs- und Reflexionstreffen.
WER ist Peer ConneXion?
Seit 2003 hat Peer ConneXion eine stetige Zunahme der Einladungen durch Lehrkräfte und manchmal auch durch SchülerInnen verzeichnet. Die personelle Zusammensetzung der in der Regel aus einer Frau und einem Mann bestehenden Teams hat sich weiterentwickelt:
Einige engagierte und erfahrene AktivistInnen der HOSI Wien, die keine Jugendlichen mehr sind, ergänzen das Angebot. Neue Jahrgänge von Jugendlichen kamen dazu, für die es 2007 erstmals wieder ein eigenes Coachingseminar für Lebensformenpädagogik (*) gab.
Das Kernteam erfahrener und durch Schulungen vorbereiteter Peers und ExpertInnen besteht zur Zeit aus fünf Frauen und drei Männern. Die älteste ist 48, der jüngste ist 18.
In der Regel kommen je ein Mann und eine Frau, je eine jugendliche und eine ältere Person pro Klasse (Gruppe) zu Besuch.
Die Zusammensetzung kann jedoch im Einzelfall den Bedürfnissen der Einladenden angepasst werden.
Künftige „Peers & Experts“, die sich auf eigenständige Besuche in Schulen vorbereiten, begleiten gelegentlich die erfahreneren KollegInnen.
WAS macht Peer ConneXion?
Die Peers & Experts der HOSI Wien haben ein Repertoire an erprobten Methoden aus der Integrations- und Lebensformenpädagogik zur Hand, um Denkanstöße zu geben, faktische Informationen anschaulich zu vermitteln, Hemmschwellen der Artikulation abzubauen und Diskussionen in Gang zu bringen.
Das ganz Besondere an Peer ConneXion aber ist die Authentizität, mit der wir auf Fragen und in Diskussionen zu allen Belangen des homosexuellen Lebens Auskunft geben können. Diese Qualität wird dadurch noch gesteigert, dass einige der lesbischen, schwulen oder bisexuell lebenden Auskunftspersonen altersmäßige Peers der SchülerInnen sind (d. h. einer ähnlichen Altersgruppe angehören).
FÜR WEN ist Peer ConneXion?
Wir besuchen alle Schultypen, auch Berufsschulen, außerschulische Jugendgruppen (Jugendzentren, Jugendorganisationen), Fachhochschulen und Hochschulen (Seminare etc.).
Für Schulen, in denen die Unterrichtssprache Englisch ist, stehen bestens geeignete Peers & Experts zur Verfügung. (Vortragende in weiteren Sprachen können auf Anfrage im Einzelfall vermittelt werden.)
Bewährt und geeignet sind unsere Methoden für die Altersgruppe(n) der 10- bis 18-Jährigen.
(Volksschul-. Vorschul- und Kindergarten-Besuche müssen mit den jeweils verantwortlichen PädagogInnen gemeinsam intensiv vorbereitet werden.)
In welchen Gegenständen?
Homosexualität wird bis jetzt am häufigsten in den Gegenständen Biologie, Religion und Ethik thematisiert. Zunehmend findet sie ins Fach „Politische Bildung“ Eingang.
Lesbisches und schwules Leben ist allerdings eine Querschnittmaterie. Es kann und soll u. a. thematisiert werden in Fächern wie Geschichte, Literatur, Bildnerische Erziehung, Musik, ebenso wie im Geographie- oder Fremdsprachenunterricht.
Leitfaden für den erfolgreichen Einsatz von Peer ConneXion:
Je rechtzeitiger die Einladung erfolgt (mindestens 1 Monat Vorlaufzeit)
und
je genauer wir vorinformiert sind über Altersgruppe, Gruppengröße und Art der Veranstaltung (reguläre Schulstunde, Projekt, Freigegenstand, …), über den zeitlichen Rahmen (Einzelstunde, Doppelstunde, ganzer Vormittag …) und über spezielle Anliegen und Bedürfnisse der Schule, Klasse oder/und Lehrkraft,
desto besser können wir sowohl die personelle Zusammensetzung des Besuchsteams als auch die Vermittlungsmethoden auf genau Ihre Klasse/Gruppe abstimmen.
Zeit und Geld:
Unsere Schulbesuche erfolgen ehrenamtlich und unentgeltlich.
Kleine Aufwandsentschädigungen oder Vortragshonorare, sofern die Mittel dafür in der Schule vorgesehen und vorhanden sind, akzeptieren wir jedoch gerne.
Berufsbedingt sind einige von uns zeitlich flexibler (StudentInnen, selbständig Erwerbstätige etc.) als andere (Angestellte, SchülerInnen etc.).
Peer ConneXion EINLADEN:
Kontakt:
Postanschrift:
Peer ConneXion
Homosexuelle Initiative Wien
Novaragasse 40
1020 Wien
Diese Information zum Herunterladen: peerconnexion-faltblatt.pdf
* Wissenschaftliche Begleitung und Coaching: Dipl.-Psych. & Supervisorin Mag. Doris Hauberger
Zuletzt aktualisiert am 22. November 2009 um 20:31 Uhr









