Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien

1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs

HOSI Wien erhält Beraterstatus bei den Vereinten Nationen

Gestern, 28. Mai 2013, hat das NGO-Komitee als zuständiges Unterorgan des Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC) der Vereinten Nationen mehrheitlich die Zuerkennung des Konsultativstatus an die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien – als Nichtregierungsorganisation – empfohlen. Die HOSI Wien hatte den diesbezüglichen Antrag bereits 2007 gestellt.

Dass sich die Entscheidung darüber so lange hingezogen hat, lag in erster Linie am Widerstand einer Allianz aus vor allem islamischen und/oder afrikanischen Staaten, die in den letzten Jahrzehnten alles versucht haben, um die Zuerkennung des NGO-Beraterstatus an Lesben-, Schwulen- bzw. Transgender-Organisationen generell zu verhindern, wodurch dieses Thema zu einem der kontroversiellsten in diesem Gremium geworden ist. So haben die Vertreter der feindlich gesinnten Länder in dem aus 19 Mitgliedsstaaten bestehenden Gremium, das nur zweimal im Jahr in New York tagt, ständig neue Fragen an die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien gerichtet, um die Entscheidung immer wieder vertagen zu können. „Wir sind daher besonders erfreut, dass es nun endlich gelungen ist, eine positive Entscheidung herbeizuführen“, erklärt HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler, der den Antrag für die HOSI Wien federführend betreut hat.

Historische Abstimmung

„Die gestrige Abstimmung ist aber nicht nur für die HOSI Wien von historischer Bedeutung“, betont Krickler weiter, „weil diese Entscheidung für uns eine große Ehre und Anerkennung bedeutet, sondern weil vor uns erst einem Dutzend anderer LSBT-Organisationen dieser Status zuerkannt worden ist. Und die HOSI Wien ist überhaupt erst die dritte LSBT-Organisation, die schon vom NGO-Komitee für die Zuerkennung dieses Status empfohlen wurde – die anderen zehn wurden vom Komitee abgelehnt und bekamen den Status erst vom vollen ECOSOC, der sich aus 54 Mitgliedsstaaten zusammensetzt, gewährt. Zwar muss der ECOSOC der die HOSI Wien betreffenden Empfehlung des NGO-Komitees bei seiner Sitzung kommenden Juli noch zustimmen, aber wir gehen davon aus, dass es sich dabei um eine reine Formsache handeln wird.“

Das Abstimmungsverhalten im NGO-Ausschuss

Für den Antrag auf Zuerkennung des NGO-Beraterstatus an die HOSI Wien stimmten neun Staaten: Belgien, Bulgarien, Indien, Israel, Nicaragua, Peru, Türkei, USA und Venezuela; sechs stimmten dagegen: China, Marokko, Pakistan, Russland, Senegal und Sudan; Kirgisien und Mosambik enthielten sich, Burundi und Kuba waren bei der Abstimmung nicht anwesend.

„Wir danken allen, die unsere Bemühungen in New York unterstützt haben, und allen Staaten, die für unseren Antrag gestimmt haben“, so Krickler abschließend, „allen voran jedoch dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten und der Ständigen Vertretung Österreichs bei den Vereinten Nationen in New York.“

Rückfragehinweis:
Christian Högl, Obmann, Tel. 0699-118 11 038
Kurt Krickler, Generalsekretär, Tel. 0664-576 74 66

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