HOSI Wien bei Stadträtin Sonja Wehsely

Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 4. Oktober 2004

Stadträtin Sonja Wehsely (2. von links) empfing die HOSI-Wien-Delegation.

Stadträtin Sonja Wehsely (2. von links) empfing die HOSI-Wien-Delegation.

Sonja Wehsely, die amtsführende Wiener Stadträtin für Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und Personal, empfing heute vormittag VertreterInnen der HOSI Wien zu einem Gespräch. „Wir haben Stadträtin Wehsely, die auch für die Integration von Lesben und Schwulen zuständig ist, unsere Arbeit und Projekte vorgestellt und auch unsere wichtigsten Anliegen präsentiert“, berichtet Gudrun Hauer von der HOSI Wien.

„Der Termin war als erstes Kennenlernen gedacht, wobei sich herausgestellt hat, dass die Stadträtin nicht nur die HOSI Wien und ihre Arbeit gut kennt, sondern früher auch schon das HOSI-Zentrum besucht hat. Natürlich wollten wir auch Wehselys persönliche Positionen zu unseren Forderungen – etwa nach der sogenannten ‚Wiener Ehe‘ hören. Wie schon ihre Vorgängerin Stadträtin Renate Brauner hält Wehsely eine ‚Wiener Ehe‘ nicht für sinnvoll, sondern möchte gleich eine bundesrechtliche Regelung verwirklicht sehen, nämlich in Form der Eingetragenen PartnerInnenschaft, wie sie die SPÖ vertritt.“

Standort Wien durch schwarz-blauen Konservativismus geschwächt

„Einig waren wir uns jedoch“, ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl, „dass die schwarz-blaue Regierung, die keine Gelegenheit auslässt, das SP-regierte Wien zu schwächen, durch ihre Haltung auch in diesem Bereich Wien schadet. Etwa, indem sich die Bundesbehörden weigern, im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen und Eingetragene PartnerInnenschaften anzuerkennen. Wie ein gerade beim Verfassungsgerichtshof anhängiger Fall zeigt (vgl. Aussendung vom 26. August 2004), schränkt das die Möglichkeiten internationaler Organisationen und Unternehmen ein, ihre MitarbeiterInnen nach Wien zu entsenden, was auf Dauer die Position Wiens als Standort für diese Organisationen und Firmen erheblich schwächt.“

„Bis auf die Frage der ‚Wiener Ehe‘ ist das Verhältnis zwischen der Stadtregierung und der HOSI Wien also friktionsfrei. Wir freuen uns auch über die regelmäßige ideelle und materielle Unterstützung unserer wichtigsten Projekte wie des Regenbogen-Balls und der Regenbogen-Parade“, meint Högl abschließend. „Stadträtin Wehsely wird auch Ehrengast auf unserem großen Geburtstagsfest – die HOSI Wien feiert heuer ihr 25-jähriges Bestehen – im Wiener Rathaus am 29. Oktober 2004 sein.“

Eintrag aus der Rubrik Medienaussendungen

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